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Baumwolle

Um ca. 500 n. Chr. schrieb der griechische Historiker Herodot: „Es gibt wild wachsende Bäume, aus deren Frucht man eine Wolle gewinnen kann, die die Schönheit und Qualität der Schafwolle weit übertrifft. Die Inder machen aus dieser Baumwolle ihre Kleider.“ Und eben diese Baumwollpflanze zählt zu den Malvengewächsen. Der Name leitet sich von den Büscheln langer Fasern in den Früchten der Baumwollpflanze ab, die übrigens gar kein Baum, sondern ein Strauch ist. Diese sonnenhungrige Pflanze benötigt bis zum Reifen der Frucht 200 frostfreie Tage und für ein ordentliches Wachstum über 500mm Niederschlag pro Jahr. Die über 290 Sorten werden bis zu drei Meter groß. Bis auf die wenig bedeutsamen indischen Sorten sind die Baumwollpflanzen alle nur einjährig, sodass sie Jahr für Jahr neu eingepflanzt werden müssen. Als „weißes Gold“ wurde Baumwolle in Babylon bezeichnet. Einige Quellen behaupten, dass die Ägypter schon 12.000 v. Chr. Baumwolle verarbeitet hätten. Arabische Kaufleute brachten um 800 n. Chr. erste Baumwollerzeugnisse nach Europa. Flachs und Hanf, die alten Textilien in Nord- und Mitteleuropa, wurden schnell von der Baumwolle verdrängt. In Augsburg und Ulm wurde zuerst Baumwolle versponnen und verwebt. Noch bis ins 17. Jahrhundert führte Augsburg die Produktion an, doch dann übernahmen die flandrische und die englische Baumwollindustrie die Führungsstellung. Nachdem ab 1970 Polyester-Fasern durch einen Preiskampf die Baumwolle auf einen 34%-Anteil des Gesamtfasermarktes verdrängte, konnte sich die Baumwollfaser Anfang der neunziger Jahre wieder auf 50% Marktanteil berufen. Der allgemeine Trend zu Naturfaserprodukten stärkte in den letzten Jahren die Marktposition der Baumwolle. Unter dem Mikroskop betrachtet sieht die Baumwollfaser aus wie ein flaches Band mit korkenzieherartigen Drehungen. Trotz der glatten Faseroberfläche haften die Fasern beim Verspinnen gut aneinander, denn die Verwindungen greifen scharnierartig ineinander. Die dünneren Cottons sind im Gegensatz zu den Wintercottons insbesondere in den warmen Sommermonaten wegen der hohen Luftdurchlässigkeit und der guten Feuchtigkeitsaufnahme angenehm kühlend. Das hautsympathische und widerstandsfähige Gewebe ist jedoch – wie viele pflanzliche Fasern – knitterempfindlich.